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Anleitung

Instagram-Karussell in Photoshop erstellen

Stand: September 2026 · Read this article in English

Ja, du kannst ein Instagram-Karussell in Photoshop bauen. Hier steht, wie es sauber geht, mit den Maßen, den Hilfslinien und dem Export, der die Slides nicht zerschießt. Und weil eine Anleitung nur etwas wert ist, wenn sie ehrlich bleibt: an vier Stellen wird dieser Weg zäh, und die stehen hier auch drin.

Was du vorher festlegst

Drei Entscheidungen sparen dir später die meiste Arbeit. Erstens das Format: 1080 x 1350 Pixel im Verhältnis 4:5 ist der Standard für Karussells, weil es im Feed die größte Fläche bekommt. Das neue 3:4 mit 1080 x 1440 funktioniert ebenfalls, quadratisch mit 1080 x 1080 ist die sichere Bank, wenn dein Profilraster wichtig ist. Zweitens die Anzahl der Slides, bevor du anfängst, denn nachträglich einen Slide in der Mitte einzuschieben heißt in Photoshop, alles dahinter von Hand nachzuziehen. Drittens der Farbraum: sRGB, sonst wirken die Farben nach dem Upload flau.

Die PPI-Zahl ist für Instagram egal. Instagram kennt nur Pixel. Stell 72 ein und denk nicht weiter darüber nach.

Schritt für Schritt

  1. Neues Dokument anlegen, 1080 x 1350 Pixel, RGB, 8 Bit, sRGB.
  2. Artboard-Werkzeug wählen (liegt unter dem Verschieben-Werkzeug) und das Dokument in ein Artboard verwandeln.
  3. Artboard im Ebenenbedienfeld duplizieren, einmal pro Slide. Duplizieren ist wichtig, denn ein neu gezogenes Artboard hat schnell abweichende Maße.
  4. Hilfslinien für die Safe Zones setzen. Rund 60 Pixel Abstand zu allen Rändern, unten eher 120 Pixel, weil dort Profilname, Caption und Buttons liegen. Über Ansicht > Neues Hilfslinienlayout bekommst du sie auf allen Artboards gleich.
  5. Ein Textraster festlegen: eine Höhe für die Überschrift, eine für den Fließtext, ein fester Startpunkt. Schreib dir die Y-Werte auf, du brauchst sie auf jedem Slide.
  6. Logo als verknüpftes Smart-Objekt platzieren, damit du es später an einer Stelle austauschen kannst.
  7. Slides füllen. Bilder als Smart-Objekt einsetzen, dann kannst du ohne Qualitätsverlust skalieren.
  8. Export über Datei > Exportieren > Artboards zu Dateien. JPG in höchster Qualität oder PNG, wenn viel Fläche und Text drauf ist.
  9. Dateinamen prüfen. Ohne Nummernpräfix wie 01_, 02_ sortiert der Upload deine Slides irgendwann alphabetisch, und dann steht Slide 10 vor Slide 2.

Wo es zäh wird

Die Slides halten sich nicht gegenseitig. Artboards sind eigenständige Flächen, die zufällig in einer Datei liegen. Verschiebst du die Überschrift auf Slide eins um zwölf Pixel, passiert auf Slide zwei nichts. Beim Wischen sieht man genau das sofort, weil das Auge beim Durchziehen vergleicht.

Änderungen kosten dich die ganze Serie. Ein anderer Markenton, eine neue Schriftgröße, ein aktualisiertes Logo: alles davon ziehst du über jedes Artboard einzeln nach. Bei zehn Slides ist das zehnmal derselbe Handgriff.

Safe Zones sind nur so gut wie dein Gedächtnis. Photoshop weiß nicht, wo Instagram später seine Buttons zeichnet. Die Hilfslinien stellst du nach Gefühl, und beim nächsten Dokument stellst du sie wieder.

Du siehst den Feed nie. Wie der Post im Profilraster neben den letzten acht Posts wirkt, zeigt dir Photoshop nicht. Das merkst du erst nach dem Hochladen, wenn es zu spät ist.

Die ehrliche Zeitrechnung

Beim ersten Mal, inklusive Hilfslinien, Raster und Export-Einstellungen, bist du bei 45 bis 90 Minuten. Mit einer fertigen PSD als Ausgangspunkt sind es danach 15 bis 25 Minuten pro Post, je nachdem wie viel Text drauf ist. Bei drei Posts pro Woche sind das rund vier Stunden im Monat, die vollständig aus Ausrichten, Kopieren und Exportieren bestehen. Keine dieser Minuten geht in die Idee.

Der schnellere Weg

Genau für diese vier Stunden ist Postd gebaut. Das Format ist vorgewählt, die Safe Zones liegen sichtbar auf der Fläche, und deine Marke hinterlegst du einmal, danach sitzen Farben, Schriften und Logoplatz auf jedem Slide von allein. Mehrere Bilder ziehst du per Batch-Import gleichzeitig in die Slides. Ein Panorama läuft ohne Zuschneiden über die Slide-Kanten weiter. Die Feed-Vorschau zeigt den Post im Raster, bevor er hochgeht. Der Export gibt alle Slides in einem Rutsch in voller Qualität aus, richtig benannt und in der richtigen Reihenfolge.

Die kostenlose Version läuft im Browser, ohne Konto und ohne Karte. Wer öfter postet, nimmt Pro für 6,99 € im Monat oder 69 € im Jahr.

Wann du trotzdem Photoshop aufmachst

Immer dann, wenn das Bild selbst Arbeit braucht. Retusche, Hautbearbeitung, Freisteller, Montagen aus mehreren Aufnahmen, RAW-Entwicklung, Farbkorrektur auf Profiniveau. Dafür gibt es kein besseres Werkzeug, und dafür lohnt das Abo auch. Der Unterschied liegt in der Aufgabe: Photoshop macht das einzelne Bild gut, das Karussell setzt du danach woanders zusammen. Mehr dazu steht im direkten Vergleich Postd vs Photoshop.

Selbst ausprobieren

Nimm die Bilder vom letzten Post, den du in Photoshop gebaut hast, und stell dieselbe Serie in Postd nach. Wenn es länger dauert, bleib bei deiner PSD. Editor öffnen, kein Konto nötig. Preise stehen auf der Preisseite. Weiter im Thema: Photoshop-Vorlagen für Instagram-Posts und der Ablauf nach dem Export.

FAQ

Welches Format brauche ich für ein Instagram-Karussell in Photoshop?

1080 x 1350 Pixel im Verhältnis 4:5 ist der Standard, weil dieses Format im Feed die größte Fläche bekommt. 1080 x 1440 (3:4) und 1080 x 1080 (quadratisch) funktionieren ebenfalls. Wichtig ist, dass alle Slides eines Karussells dasselbe Format haben, sonst schneidet Instagram zu. Farbraum sRGB, die PPI-Angabe spielt keine Rolle.

Wie exportiere ich mehrere Artboards als einzelne Slides?

Über Datei > Exportieren > Artboards zu Dateien. JPG in höchster Qualität reicht für Fotos, PNG ist besser, wenn viel Text und Fläche drauf sind. Achte auf ein Nummernpräfix im Dateinamen wie 01_, 02_, sonst sortiert der Upload die Slides alphabetisch und Slide 10 landet vor Slide 2.

Wie setze ich Instagram-Safe-Zones in Photoshop?

Von Hand über Hilfslinien. Rund 60 Pixel Abstand zu den Seitenrändern und oben, unten eher 120 Pixel, weil dort Profilname, Caption und die Buttons der App liegen. Über Ansicht > Neues Hilfslinienlayout bekommst du sie auf allen Artboards gleich. Photoshop selbst kennt diese Zonen nicht, du musst sie also bei jedem neuen Dokument neu anlegen.

Lohnt sich Photoshop für Instagram-Karussells?

Wenn du ein paar Mal im Jahr ein aufwendiges Motiv baust, ja. Wenn du regelmäßig postest, kostet es dich rund vier Stunden im Monat, die nur aus Ausrichten, Kopieren und Exportieren bestehen. Für Retusche und Bildbearbeitung bleibt Photoshop unschlagbar, für das Zusammensetzen der Slide-Serie ist ein Karussell-Editor schneller.