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Arbeitsablauf

Photoshop für Social Media: der Workflow nach dem Export

Stand: September 2026 · Read this article in English

Über Photoshop für Social Media wird fast immer nur der Teil geschrieben, der in Photoshop passiert. Dabei ist der Export die Mitte des Ablaufs, nicht das Ende. Danach kommt die Strecke, die im Alltag die meiste Zeit frisst und in keiner Anleitung steht: benennen, sortieren, texten, freigeben lassen, terminieren, hochladen, hinterher nachsehen, ob es etwas gebracht hat.

Was nach dem Export noch kommt

Sieben Dinge, jedes Mal. Die Dateien brauchen Namen, die die Reihenfolge halten. Die Slides müssen in der richtigen Sortierung liegen. Die Caption muss geschrieben und irgendwo abgelegt werden. Jemand muss freigeben, meistens per Screenshot im Chat. Es braucht einen Termin, an dem der Post rausgeht. Jemand muss ihn hochladen. Und zwei Wochen später will jemand wissen, welcher Post eigentlich gelaufen ist.

Wo der Ablauf üblicherweise zerfällt

Beim Dateinamen. Ohne Nummernpräfix sortiert der Upload alphabetisch, und Slide 10 rutscht vor Slide 2. Das passiert zuverlässig genau dann, wenn es schnell gehen muss.

In der Ablage. Der Ordner heißt Kampagne_neu, darin liegen final, final_2 und final_final. Niemand weiß nach drei Wochen, welche Fassung online ging.

Bei der Caption. Sie steht in einer Notiz, einem Dokument oder in einer Sprachnachricht. Beim Hochladen wird sie nochmal umgeschrieben, und damit weicht das, was online steht, von dem ab, was freigegeben wurde.

Bei der Freigabe. Screenshots im Chat sind bequem und verlieren Kontext. Was genau kommentiert wurde, weiß hinterher niemand mehr.

Beim Termin. Er lebt in einem Kopf oder in einer Tabelle, die niemand pflegt. Deshalb entstehen Lücken und Doppelposts am selben Tag.

Ein Ablauf, der hält

  1. Ideen und Referenzen an einem Ort sammeln, statt sie in Lesezeichen zu verteilen.
  2. Material sichten und entscheiden, welche Bilder überhaupt Bearbeitung brauchen.
  3. Nur diese Bilder in Photoshop bearbeiten, den Rest direkt weiterverwenden.
  4. Post bauen, mit Marke, Safe Zones und richtiger Slide-Reihenfolge.
  5. Im Feed prüfen, wie er neben den letzten Posts wirkt.
  6. Freigabe über einen Link einholen, nicht über einen Screenshot.
  7. Termin setzen, damit der Plan sichtbar ist und Lücken auffallen.
  8. Nach dem Posten nachsehen, was gelaufen ist, und die Erkenntnis in die nächste Runde nehmen.

Wie das in Postd zusammenliegt

Postd hat für diese Kette sechs Bereiche in einem Fenster. Das Moodboard nimmt Ideen und Referenzen auf. Der Karussell-Editor baut den Post, mit hinterlegter Marke und sichtbaren Safe Zones. Die Feed-Vorschau zeigt ihn im Profilraster. Der Kalender hält Termine und Reihenfolge fest. Veröffentlichen und Insights schließen den Kreis.

Ehrlich dazu: Die direkte Instagram-Verbindung wird gerade gebaut. Bis sie steht, läuft der letzte Schritt über Export und Upload, geplant wird trotzdem im Kalender. Wer die Verbindung heute schon zwingend braucht, sollte das wissen, bevor er wechselt.

Photoshop bleibt im Ablauf

Nichts an diesem Ablauf wirft Photoshop raus. Es rückt nur an die Stelle, an der es stark ist: als Zulieferer für die Bilder, die wirklich Bearbeitung brauchen. Alles danach, also die Serie, die Marke, der Plan und die Freigabe, gehört in ein Werkzeug, das die Kette kennt. Mehr dazu in Postd vs Photoshop und in der Photoshop-Anleitung für Karussells.

Selbst ausprobieren

Der einfachste Test: Zähl beim nächsten Post mit, wie viele Programme du anfasst, bis er online ist. Die meisten kommen auf vier oder fünf. Editor öffnen, kein Konto nötig, und was es kostet, steht auf der Preisseite.

FAQ

Wie benenne ich Karussell-Slides richtig für den Upload?

Mit einem Nummernpräfix am Anfang des Dateinamens, also 01_slide, 02_slide und so weiter. Ohne diese Nummerierung sortieren viele Upload-Dialoge alphabetisch, und dann landet Slide 10 vor Slide 2. Bei zweistelligen Zahlen immer mit führender Null arbeiten.

Wie hole ich Freigaben für Social-Posts sauber ein?

Über einen Link auf den Entwurf statt über Screenshots im Chat. Ein Link zeigt immer den aktuellen Stand, Kommentare hängen am Post und gehen nicht im Verlauf unter. Screenshots veralten in dem Moment, in dem du etwas änderst.

Kann Postd direkt zu Instagram posten?

Die direkte Verbindung wird gerade gebaut. Aktuell exportierst du die Slides in voller Qualität und lädst sie hoch, die Planung mit Terminen läuft im Kalender bereits. Sobald die Instagram-Anbindung steht, entfällt dieser letzte manuelle Schritt.

Brauche ich Photoshop in diesem Ablauf überhaupt noch?

Für Bilder, die echte Bearbeitung brauchen, ja: Retusche, Freisteller, Montagen, Farbkorrektur. Für das Zusammensetzen der Slides, die Markenkonsistenz, die Feed-Vorschau und die Planung brauchst du es nicht, und genau dieser Teil wiederholt sich jede Woche.